Sonderausstellung im Harzmuseum bis zum 19. Mai verlängert
Hermann Dieter Oemler - Erinnerungen an einen Wernigeröder Fotografen und Autor.
Er war Wernigeröder, er liebte seine Stadt, er forschte in ihrer Geschichte und er begleitete mit seinen Fotografien ihre Gegenwart.
Am 30. Dezember 2011 endete das schwere schöne Leben Hermann Dieter Oemlers. 1939 wurde er geboren.
Der Vater fiel im Januar 1945 in Lettland. Mutter und Großeltern hungerten sich durch die Nachkriegsjahre. Der Junge nahm eine Lehre als Einzelhandelskaufmann auf und befasste sich umfassend mit der Fotografie, die dann zu seinem Beruf wurde. Vielseitig interessiert hielt der junge Mann Vorträge über den Harz und seine Natur und war als Reiseleiter tätig. 1972 wurde er Museumsfotograf auf Schloß Wernigerode.
In dieser Eigenschaft baute er ein umfassendes Fotoarchiv auf, in dem er Fotodokumente zu Wernigerode und dem Harz zusammentrug. Seine Fotos sind in Publikationen etlicher Wernigeröder Autoren zu finden. Er selbst hat mehrere Fotobände mit historischen Aufnahmen veröffentlicht. Aufsätze über den Stadtbaumeister Ernst- Wilhelm Deistel, den sozialen Wohnungsbau oder die Marienkirche verdeutlichen die Breite seines Schaffens.
Mit der Wende änderten sich auch seine Arbeitsbedingungen. Das Schloß wurde GmbH, es musste einigermaßen rentabel wirtschaften. Für Oemler und seine Frau, die in der Gestaltungsabteilung des Schlosses arbeitete, war kein Platz mehr. Die Oemlers wurden 1993 arbeitslos. Bis zur Rente sicherten ABM-Tätigkeiten den Lebensunterhalt.
Oemler gab nicht auf. Immer unterstützt von seiner Frau Evelyne setzte er seine Arbeiten zu Wernigerode fort. Er verfasste Aufsätze zu dem Baumeister Ernst-Wilhelm Deistel, zur Geschichte des sozialen Wohnungsbaus, zu Geschichte der Marienkirche.
Dazu kamen Vorträge im Geschichtsund Heimatverein, in dem er vielseitig mitarbeitete. Eine besondere Anerkennung fand ein ganz anderes Hobby der Eheleute. Sie arbeiteten über
Jahre an der Erfassung der Pilzflora des Harzes und legten damit den Grundstein für die 1. umfassende Pilzfloradarstellung des Harzes.
Dafür wurden sie 1992 zum Neujahrsempfang des Bundespräsidenten Richard von Weizäcker in die Villa Hammerschmidt eingeladen.
Wir werden oft und gern an den Menschen und den Fotokünstler Hermann Dieter Oemler denken.
Das Harzmuseum bereitete eine Gedenkausstellung vor, die am 28. Februar 2012, um 19.00 Uhr, im Festsaal des Rathauses eröffnet wurde.
(Gerd Ilte – Wernigeröder Geschichts- und Heimatverein e.V.)

Die Ausstellung gibt einen Überblick über sein Leben, zeigt sein künstlerisches Schaffen und macht seine Bedeutung als Dokumentar der Veränderungen in der Stadt deutlich.
Bis zum 2. Mai 2012 kann sie Montag bis Samstag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr und an den Feiertagen von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr besucht werden.
Kontakt und weitere Informationen:
Stadtverwaltung Wernigerode
Harzmuseum
Klint 10
38855Wernigerode
Sachsen-Anhalt Tel: 03943. 654 450
E-Mail: harzmuseum@stadt-wernigerode.de
http://www.harzmuseum.de/
Er war Wernigeröder, er liebte seine Stadt, er forschte in ihrer Geschichte und er begleitete mit seinen Fotografien ihre Gegenwart.
Am 30. Dezember 2011 endete das schwere schöne Leben Hermann Dieter Oemlers. 1939 wurde er geboren.
Der Vater fiel im Januar 1945 in Lettland. Mutter und Großeltern hungerten sich durch die Nachkriegsjahre. Der Junge nahm eine Lehre als Einzelhandelskaufmann auf und befasste sich umfassend mit der Fotografie, die dann zu seinem Beruf wurde. Vielseitig interessiert hielt der junge Mann Vorträge über den Harz und seine Natur und war als Reiseleiter tätig. 1972 wurde er Museumsfotograf auf Schloß Wernigerode.
In dieser Eigenschaft baute er ein umfassendes Fotoarchiv auf, in dem er Fotodokumente zu Wernigerode und dem Harz zusammentrug. Seine Fotos sind in Publikationen etlicher Wernigeröder Autoren zu finden. Er selbst hat mehrere Fotobände mit historischen Aufnahmen veröffentlicht. Aufsätze über den Stadtbaumeister Ernst- Wilhelm Deistel, den sozialen Wohnungsbau oder die Marienkirche verdeutlichen die Breite seines Schaffens.
Mit der Wende änderten sich auch seine Arbeitsbedingungen. Das Schloß wurde GmbH, es musste einigermaßen rentabel wirtschaften. Für Oemler und seine Frau, die in der Gestaltungsabteilung des Schlosses arbeitete, war kein Platz mehr. Die Oemlers wurden 1993 arbeitslos. Bis zur Rente sicherten ABM-Tätigkeiten den Lebensunterhalt.
Oemler gab nicht auf. Immer unterstützt von seiner Frau Evelyne setzte er seine Arbeiten zu Wernigerode fort. Er verfasste Aufsätze zu dem Baumeister Ernst-Wilhelm Deistel, zur Geschichte des sozialen Wohnungsbaus, zu Geschichte der Marienkirche.
Dazu kamen Vorträge im Geschichtsund Heimatverein, in dem er vielseitig mitarbeitete. Eine besondere Anerkennung fand ein ganz anderes Hobby der Eheleute. Sie arbeiteten über
Jahre an der Erfassung der Pilzflora des Harzes und legten damit den Grundstein für die 1. umfassende Pilzfloradarstellung des Harzes.
Dafür wurden sie 1992 zum Neujahrsempfang des Bundespräsidenten Richard von Weizäcker in die Villa Hammerschmidt eingeladen.
Wir werden oft und gern an den Menschen und den Fotokünstler Hermann Dieter Oemler denken.
Das Harzmuseum bereitete eine Gedenkausstellung vor, die am 28. Februar 2012, um 19.00 Uhr, im Festsaal des Rathauses eröffnet wurde.
(Gerd Ilte – Wernigeröder Geschichts- und Heimatverein e.V.)

Die Ausstellung gibt einen Überblick über sein Leben, zeigt sein künstlerisches Schaffen und macht seine Bedeutung als Dokumentar der Veränderungen in der Stadt deutlich.
Bis zum 2. Mai 2012 kann sie Montag bis Samstag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr und an den Feiertagen von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr besucht werden.
Kontakt und weitere Informationen:
Stadtverwaltung Wernigerode
Harzmuseum
Klint 10
38855Wernigerode
Sachsen-Anhalt Tel: 03943. 654 450
E-Mail: harzmuseum@stadt-wernigerode.de
http://www.harzmuseum.de/
©



| 






