Die weibliche Seite der Reformation - Harzmuseum zeigt Sonderausstellung über Frauen der Reformation

Plakat: Frauen in der Reformation - Sonderausstellung im Harzmuseum
"Frauen der Reformation in der Region" - so lautet der Titel der neuen Sonderausstellung im Harzmuseum Wernigerode. Am 18. Juli wurde die neue Ausstellung im Beisein von Oberbürgermeister Peter Gaffert im Harzmuseum eröffnet.

Ab dem 19. Juli und nur bis zum 14. August ist die Ausstellung dann täglich außer sonntags von 10 - 17 Uhr im Harzmuseum zu sehen.


 

Im großen Jubiläumsjahr der Reformation 2017

Entwickelt wurde die Wanderausstellung von den Evangelischen Frauen Mitteldeutschlands im Rahmen der Lutherdekade, dem Jahrzehnt bis zum großen Jubiläumsjahr der Reformation 2017. In diesem Jahr jährt sich die Veröffentlichung der 95 Thesen von Martin Luther zum 500. Mal.

Die Ausstellung besteht aus 19 Tafeln, die über Leben und Wirken von Frauen in der bewegten Zeit des 16. Jahrhunderts informieren. Es werden zwölf ganz unterschiedliche Frauen aus der Zeit der Reformation in den Blick genommen. Patinnen aus der Gegenwart porträtieren dabei sehr persönlich und anschaulich je eine reformatorische Ahnin.

In der Ausstellung werden berühmte, aber auch weniger bekannte Frauen der Reformationszeit vorgestellt. Unter anderen Katharina von Schwarzburg (1509-1567), genannt die Heldenmütige, die mit ihrem Mann die Reformation in der Grafschaft Rudolstadt einführte und protestantische Kriegsflüchtlinge beherbergte. Landesbischöfin Junkermann ist die Patin für Anna II. von Stolberg (1504-1574), die als erste protestantische Äbtissin das Quedlinburger Reichsstift leitete.

Die Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland nehmen mit diesem Projekt das weibliche Gesicht der Reformation in den Blick und laden zum Austausch ein.

Ein Ausstellungskatalog ist erhältlich

Zur Ausstellung ist ein Katalog entstanden, der einlädt sich vertiefend mit der Thematik zu beschäftigen. Der Katalog ist zum Preis von acht Euro im Museum erhältlich. Um den Frauen der Reformation ein Gesicht zu geben, wurde die Ikonenmalerin Mariana Lepadus aus Eisleben damit beauftragt, ein Tafelgemälde zu erstellen. Früchte dieser Arbeit sind bereits in der Wanderausstellung und dem Katalog zu bewundern.

Bisher wurde die Ausstellung an mehr als 85 Stationen innerhalb Deutschlands und darüber hinaus in Schweden, Polen und Namibia gezeigt. Die Laufleistung in Deutschland beträgt ca. 20500 km.

Da die Nachfrage so groß ist, sind seit Januar 2017 parallel vier Ausstellungen unterwegs.

Weitere Informationen:

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