Das Renaturierungsprojekt Fischaufstiege in Wernigerode

Bachforelle

Die Forelle in Wernigerode - Lebensraum für das Wappentier



Sie wissen natürlich, dass Goethe die Nacht vom 3. zum 4. Dezember 1777 in Wernigerode im Gasthof zur Goldenen Forelle verbracht hat, bevor er sein Lottchen zum Weiterritt nach dem Brocken satteln lies.

Im besagten Gasthof, am Markt, befindet sich heute ein Bistro und Eiscafé, aber die Goldene Forelle thront weiterhin hoch über der Bunten Stadt am Harz als Wetterfahne auf dem Westerntorturm.

Schon die Wernigeröder Grafen wählten wegen des Fischreichtums der Harzer Bäche die Forelle zu ihrem Schildzeichen. Heute ist die Forelle Wappentier von Stadt Wernigerode und Landkreis Harz.


Die Harzer Fließgewässer sind ideale Lebensräume für die Bachforellen und die vom Aussterben bedrohten Groppen. Sie bieten den Fischen gute Lebensbedingungen, wie kühles und sauerstoffreiches Wasser sowie geeignete Verstecke und Laichplätze.

In der Vergangenheit wurden durch menschliche Eingriffe die Fließgewässer durch Verbauungen und Abwassereinleitungen zu Abflussgerinnen degradiert, so dass die Fische nur noch in den unbelasteten Bachoberläufen Lebensraum fanden.

Durch umfangreiche abwassertechnische Maßnahmen wurde in Wernigerode die Gewässergüte der Fließgewässer Holtemme und Zillierbach nachhaltig verbessert.

Um den Fischen das Aufsteigen in geeignete Laichgebiete zu ermöglichen mussten unüberwindbare Hindernisse, wie Querbauwerke und Wehre ökologisch durchgängig gestaltet werden.

Durch Fischaufstiege unterschiedlichster Art wurde eine Biotopvernetzung zwischen Holtemme und Zillierbach hergestellt.


Hinweise und weitere Informationen auch hier:

http://www.wildfisch-wernigerode.de/

Fischaufstiege

Elemente der Biotopvernetzung, die den Bachforellen den natürlichen Aufstieg zu ihren angestammten Laichplätzen ermöglichen.

Rundwanderweg - Bachläufe und Harzblicke

Interessierte Einwohner und Besucher der Stadt Wernigerode können entlang der Holtemme in Hasserode oder am Ufer des Zillierbachs in Nöschenrode die verschiedenartigsten Fisch-aufstiege aufsuchen.

Außerdem berichten mehrere Informationstafeln an beiden Fließgewässern über Fauna und Flora sowie Geschichte und Nutzung der Bachläufe.

Gusseiserne Tafeln an einigen Fischaufstiegen erinnern an die wichtigsten Initiatoren und Partner des Naturschutzprojektes.

Wer Wernigerode nicht nur aus der Forellenperspektive betrachten möchte, erreicht über einen Rundwanderweg die schönsten Aussichtspunkte der Stadt.

Der empfohlene Rundwanderweg ist im Faltblatt rot markiert und führt von der Holtemme in Hasserode über Schäfergrund, Marienbrunnen, Försterplatz, Gasthaus Armeleuteberg, Kaiserturm, Ernst-Moritz-Arndt-Weg, Jägerplatz und Kaltes Tal zum Zillierbach nach Nöschenrode.


Ulrich Eichler
Energie- und Umweltbeauftragter
Stadt Wernigerode - Baudezernat
Tel.: (0 39 43) 65 46 68
Fax: (0 39 43) 65 46 97
E-mail: ulrich.eichler@wernigerode.de

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