Wernigerode ist Vorreiter in der Kitaarbeit - Hohe Zufriedenheit der Eltern

Kinder beim Geburtstagsfest der Villa Sonnenschein am 15. September 2017. ©privat
Eltern legen einen wichtigen Teil von Erziehung, Bildung und Betreuung ihrer Kinder in die Hände von Fachkräften. Für die gute Zusammenarbeit ist dabei wichtig, dass die Eltern der Kita vertrauen und mit deren Arbeit zufrieden sind. Die Elternansprüche wurden mittels einer Befragung in den Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft der Stadt Wernigerode 2017 erstmals ermittelt. Die Erhebung fand im Rahmen des 2015 eingeführten Qualitätsmanagements statt. Eltern beurteilten die Kita anhand eines wissenschaftlich gestützten Fragebogens und konnten auf Wunsch auch Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Die Erhebung wurde bis Juni 2017 von der Hochschule Magdeburg-Stendal unter der Leitung von Prof. Thomas Kliche durchgeführt.

Nun liegen die Auswertungen vor und werden mit den Kita-Teams, den Eltern und den Kuratorien besprochen. Beteiligt hatten sich 863 Eltern. Das sind knapp 50 Prozent der Befragten und schätzungsweise 55 Prozent der Familien. "Diese Erhebung zeigt schwarz auf weiß, was wir innerhalb der Bürgerschaft oft testiert bekommen: die Kinderbetreuung in Verantwortung der Stadt Wernigerode ist landesweit führend" freut sich Oberbürgermeister Peter Gaffert. "Wir ernten jetzt die Früchte harter, unauffälliger Alltagsarbeit und einer großen Bereitschaft zur fachlichen Weiterentwicklung in unseren Kitas, Krippen und Horten. Darauf sind wir stolz. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Elterngremien herzlich für ihr Engagement. Ohne sie alle würden unsere Einrichtungen nicht so herausragend dastehen"!

Rundum erfreuliches Gesamtbild

Innerhalb der Befragung gab es die Möglichkeit, sich zwischen den Punkten Null (sehr schlecht) bis Vier (sehr gut) zu entscheiden. Die Kitas erzielten in allen Schlüsselfragen gute bis sehr gute Gesamtwerte. So hatten zum Beispiel fast alle Eltern ein gutes oder sehr gutes Gefühl, ihr Kind in die Kita zu schicken (3,66 Punkte). Das Vertrauen der Eltern in die Bildungs- und Erziehungsarbeit ist ebenfalls sehr hoch. Der Durchschnitt der Gesamtbeurteilung lag bei 3,57. Die Werte aller einzelnen Messbereiche - zu nennen sind hier: Rahmenbedingung, Stimmung, Transparenz, Arbeitsweise, Bildung und Förderung, Zusammenwirken mit den Eltern - lagen durchweg bei guten bis sehr guten Werten.

Weitere Verbesserungen werden erarbeitet

An einzelnen Punkten zeigten sich dennoch Verbesserungswünsche, zum Beispiel nach kleineren Gruppen in den Kindereinrichtungen. "Das ist ein bildungspolitisches Signal, denn die Personalschlüssel werden vom Bundesland finanziell vorgegeben", informierte Professor Thomas Kliche. "Man muss abwägen, wieviel Geld die Verbesserungen kosten, und welche am wichtigsten sind. Höhere Elternbeiträge machen niemanden glücklich" so Kliche weiter.

Die Befragungsergebnisse, Vorschläge und Kommentare der Eltern wurden seit der Sommerpause von den Fachkräften durchgesprochen. "Jetzt erarbeiten die Teams gezielt Verbesserungs-möglichkeiten" erklärt die Sachgebietsleiterin, Anette Klaue. "Dabei achten sie besonders auf die Hinweise der Eltern. Das ist recht anspruchsvoll, da die Kitas ja fast überall schon so gute Werte haben."

Professor Thomas Kliche ordnet die Befragung und die Ergebnisse als beispielhaft ein: "Wernigerode ist ein wirklich vorzeigbarer Kita-Träger. Höhere Zufriedenheit als die in den Kitas von Wernigerode ist im Bildungswesen nur schwer zu erreichen. Wernigerode ist Vorreiter in Sachsen-Anhalt."

Das Kita-Qualitätsmanagement der Stadt Wernigerode

Das 2015 eingeführte Verfahren sichert hohe Qualität in den Einrichtungen und sorgt für stetige Verbesserungen. "Es stützt sich auf Qualitätszirkel in den Einrichtungen und für die Leitungen, auf fachlich anerkannte Listen von Qualitätskriterien in Kitas und Horten, auf ein Beschwerdemanagement und auf Kita-Konferenzen der Leitungsebene aller Kitas und Horte, die ein gemeinsames Qualitätshandbuch beraten" erläutert die Amtsleiterin für Jugend, Gesundheit und Soziales, Petra Fietz, die selbst langjährige Leitungs- und Management-Erfahrung in der Frühen Bildung hat.

BU: Kinder beim Geburtstagsfest der Villa Sonnenschein am 15. September 2017. ©privat

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