Sprungschanze im Zwölfmorgental ist für große Sprünge gemacht

Freigabe der K63 Skischanze %u2013 von links: Stadtratsmitglied Roland Richter, Politiker Dr. Ronald Brachmann, Michael Pülm, Oberbürgermeister Peter Gaffert, Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang, MDL Angela Gorr, Stadtratspräsident Uwe-Friedrich Al
Nach zweijähriger Bauphase wurde die Schanze feierlich eröffnet.
"Zieh, zieh! …" riefen die zahlreichen Besucherinnen und Besucher dem Skispringer Leif Fricke zu, der die Skisprungschanze im Zwölfmorgental mit dem Weihesprung in rekordverdächtiger Weite von 63,5 Metern einweihte. Gemeinsam mit zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und dem Ski-Klub Wernigerode 1911 e.V. wurde am 10. Juni 2017 die Skischanze im Zwölfmorgental nach zweijähriger Bauzeit ihrer Bestimmung übergeben.

Im August 2014 übergab Innenminister Holger Stahlknecht den Fördermittelbescheid in Höhe von 197.500 € an die Stadt Wernigerode. Somit konnten die Sanierungsarbeiten Ende 2014 beginnen und im Oktober 2016 erfolgreich abgeschlossen werden. Sie umfassten die Erneuerung des Mattenauflagers des Aufsprunghanges, die Auflagerbohlen auf dem Anlaufturm, die Anlaufspur, die seitlichen Sicherheitsbanden und die Beregnungstechnik. Bei letzterer ist es sogar gelungen, dafür Quellwasser aus dem Umfeld zu nutzen.

"Mit der Sanierung ist der Erhalt des Traditionsstandortes gesichert. Ich hoffe und wünsche, dass die Schanze rege genutzt wird. Es kann nun eine Intensivierung der Jugendförderung im Skispringen in Wernigerode und auch innerhalb des Deutschen Skiverbandes gelingen", so Oberbürgermeister Peter Gaffert. Er dankte allen, die zum Erfolg des Wiederaufbaus der Schanze beigetragen haben. Besonders dem Ministerium für Inneres und Sport, das sich maßgeblich mit 200.000 Euro bei einer Gesamtsumme von 600.000 Euro an der Rekonstruktion der Sportstätte beteiligt hatte.

Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang vom Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt betonte während der Eröffnungsrede: "Diese Schanze muss leben. Es handelt sich hier um eine Nischensportart, die die richtigen Rahmenbedingungen braucht. Nutzen Sie lange und intensiv diese Anlage", forderte sie die anwesenden Sportlerinnen und Sportler auf.

Peter Lösler, Vereinschef des Ski-Klub Wernigerode 1911 e.V. freute sich ganz besonders, diese traditionelle Sportanlage als Basis für die Kaderentwicklung wieder in Betrieb nehmen zu können. "Wir haben unsere Schanze zurückbekommen. Der Weg dahin war wie eine Operation am offenen Herzen." Auch er bedankte sich im Namen aller beim Ministerium Inneres und Sport des Landes, bei den ausführenden Planungs- und Baufirmen, bei den bauausführenden Betrieben, beim Bauhof der Stadt Wernigerode und natürlich bei den Sportlern und Vereinsmitgliedern.

Nach der offiziellen Eröffnung fand ein Skisprungwettbewerb statt. Der Skispringer Leif Fricke, der seit zwei Jahren für den SG Nickelhütte Aue e.V. startet, wurde im ersten Wettkampf auf der neu eröffneten Schanze souverän Erster in der AK 14/15 mit Weiten von 63.5m und 64.5m. Mehr Informationen zu den Ergebnissen des Wettkampfes, an dem 94 Sportler aus ganz Deutschland teilnahmen findet man im Internet auf www.sk-wernigerode.de.

Das Video vom Weihesprung kann man hier anschauen:
https://www.facebook.com/stadt.wernigerode/videos/1468147819908121/

BU: Freigabe der K63 Skischanze - von links: Stadtratsmitglied Roland Richter, Politiker Dr. Ronald Brachmann, Michael Pülm, Oberbürgermeister Peter Gaffert, Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang, MDL Angela Gorr, Stadtratspräsident Uwe-Friedrich Albrecht sowie Stadtratsmitglied Kevin Müller © pb

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