Silstedt

Wappen Silstedt
Silstedt ist seit 1993 ein Ortsteil der Stadt Wernigerode in Sachsen-Anhalt.

Öffnungszeiten der Geschäftsstelle der Ortsteilverwaltung:

Montag von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Ortsbürgermeistersprechstunde montags von 16.00 bis 17.00 Uhr
Telefonisch ist die Geschäftsstelle unter der Rufnummer 03943.2098730

oder per Fax unter 03943. 2090539 zu erreichen.

Anschrift:

Stadtverwaltung Wernigerode
Geschäftsstelle Silstedt
Ortsbürgermeister Karl-Heinz Mänz
Am Plan 4a
38855 Silstedt
Telefon: 03943. 2098730

Der Ortschaftsrat von Silstedt

Die Mitglieder des Ortschaftsrates Silstedt finden Sie im Ratsinformationssystem der Stadt Wernigerode.
Internetlink: Ortschaftsrat von Silstedt / Mitglieder / Erreichbarkeit




Auf eine über tausendjährige Geschichte blickt das kleine Dorf Silstedt zurück. Die erste Erwähnung erfuhr der Ort 995, als "Silzestedi" von König Otto III. an das Bistum Meißen geschenkt wurde. Sehenswertes des
landwirtschaftlich geprägten Ortes ist zum einen der Museumshof ERNST KOCH. Der Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert zeigt das Leben auf dem Land, die Geschichte des Dorfes, der Vereine und Handwerke. Zum anderen ist die Dorfkirche interessant, welche dem Heiligen Nikolaus von Myra geweiht wurde. Die Eingemeindung erfolgte 1993.

Geografische Lage

Silstedt liegt am Nordrand des Harzes in der nach Norden offenen Ebene. Durch den Ort führt die Landstraße von Wernigerode nach Derenburg, weitere Verbindungsstraßen existieren nach Minsleben und Benzingerode. Südlich des Ortes führt die Bundesstraße 6 vorbei, die über die Auffahrt Wernigerode-Zentrum zu erreichen ist.

Geschichte

Der heute noch stark landwirtschaftlich geprägte Ort kann auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Am 12. November 995 wurde Silzestedi im Harzgau von König Otto III. an das Bistum Meißen geschenkt. Es sind nur wenige historische Daten von der Frühzeit der Siedlung überliefert worden.

Sehenswürdigkeiten

Es wird vermutet, dass das älteste Bauwerk in Silstedt die St.-Nikolai-Kirche ist die um das Jahr 1000 errichtet wurde. Sie ist dem Heiligen Nikolaus von Myra geweiht.Ein schwerer Turm mit den fast 2 m dicken Mauern und schmalen Schießscharten ähnlichem Fenster zeigen von einer alten Bauweise.Früher diente der erbaute Turm als Wehrturm. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche erweitert und eine neue Orgel eingeweiht. 2010 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten an diesem Denkmal getätigt. Die Kanzel wurde von ihrer alten Stelle entfernt und mit dem Altar zusammengezogen. Der alte Taufstein vom Chor musste weichen und Bänken Platz machen. Ein Taufengel, den man an einem starken Seil nach Bedarf hochziehen konnte, schwebte senkrecht unter dem Kruzifix.

Eine bedeutende Sehenswürdigkeit in Silstedt stellt der Museumshof im historischen Ortszentrum dar, welcher nur wenige Schritte von der Kirche entfernt liegt. In der dortigen Ausstellung können Sie einen Blick in die Vergangenheit des Ortes werfen und u.a. landwirtschaftlich genutzte Geräte und eine historische Wohneinrichtung mit Küche, Schlafzimmer und Wohnstube besichtigen.
Der Museumshof Ernst Koch ist ein alter Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert und zeigt das Leben und Arbeiten auf dem Lande zu "Großmutters Zeiten" im Harz anhand einer Dauerausstellung von landwirtschaftlichen Geräten wie zum Beispiel Ernte- und Dreschmaschinen. Das Museum unterhält auch eine breitgefächerte Sammlung von dörflicher Bekleidung sowie Handwerkskunst.

Alte Linden: Auf Befehl Friedrich Wilhelm I. wurde 1719 der ganze Kirchhof mit Maulbeerbäumen bepflanzt, weil hier die Seidenraupenzucht eingeführt werden sollte. Der Versuch missglückte, die Maulbeeren gingen ein. Erhalten sind jedoch zwei Linden, die man 1722 an die Ostfront der Kirche setzte.

Silstedt eignet sich wunderbar um Energie zu tanken und den Alltag hinter sich zu lassen. Der Ort ist sehr ruhig gelegen und die Ferienwohnung und Ferienhäuser eignen sich für einen langen sowohl als auch einen kurzen Aufenthalt. Die Verkehrsverbindungen aus größerer Entfernung ist gut erreichbar mit dem Bus. Am 1. April 1993 erfolgte die Eingemeindung; Silstedt wurde damit ein Teil der Stadt Wernigerode

Söhne und Töchter des Ortes

Henning Calvör (* 1685/86 in Silstedt; † 10. Juli 1766 in Altenau) war ein deutscher Theologe, Lehrer und Gelehrter im Bereich der Bergbautechnik und Mechanik. Er wirkte vor allem in Clausthal im Harz und gilt als geistiger Vater der dortigen Bergschule, die wiederum den Grundstock für die heutige Technische Universität Clausthal bildet.

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