Schierke

Wappen Schierke

 

 

 

 

Öffnungszeiten der Geschäftsstelle der Ortsteilverwaltung:

  • Die: 14.00 - 17.00 Uhr
  • Do.: 15.00 - 18.00 Uhr

Stadtverwaltung Wernigerode
Geschäftsstelle Schierke
Brockenstraße 5
38879 Schierke

Eine Besonderheit des Ortes war, dass es lange Zeit nicht für jedermann möglich war, ihn zu erreichen. In den 1960er bis 1980er Jahren war der Luftkurort wegen der nahen innerdeutschen Grenze nur mit einem besonderen Passierschein zugänglich.

Am 13. Januar 2009 unterzeichneten der Bürgermeister von Schierke, Hans-Jochen Ermisch und der von Wernigerode, Peter Gaffert, den Vertrag zur Eingemeindung nach Wernigerode.

Die Eingemeindung wurde am 1. Juli 2009 vollzogen.

Aus der Ortsgeschichte

Erstmals 1407 als Forstgebiet der Grafschaft Wernigerode urkundlich erwähnt, war es schon seit der Zeit Karls des Großen als Jagdrevier und zur Nutzholzgewinnung bekannt. Ein wichtiger Eckpunkt in der Geschichte Schierkes ist die Einrichtung eines Hüttenbetriebes im Jahre 1669, infolgedessen der Ort immerhin zwei Wirtschaftszweige besaß.

Ende des 19. Jahrhunderts musste man sich neu orientieren, da durch die Industrialisierung die Verhüttung von Eisenerz stark zurückging. Im Wirtschaftszweig Tourismus fand Schierke letztendlich den Wirtschaftszweig, der es berühmt machte.

Durch die Nähe zum Brocken ist der Ort einer der wichtigsten Ausgangspunkte für Brockenbesucher, die hier letztmalig, vor dem Gipfel, in die Brockenbahn zusteigen können.

Wappen

Das Wappen wurde am 5. Mai 1939 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen.

Blasonierung: "In Gold ein schwarzer Hirsch-Schädel mit Geweih im Visier."
Das Hirschgeweih versinnbildlicht den "König des Harzwaldes", die in den Bergwäldern Schierkes vorherrschende Wildart. Wie das Geweih die Krone des Hirsches ist, stellt Schierke am Brocken durch seine Naturschönheit und sein Heilklima gleichsam eine Krönung der Harzlandschaft dar.

Das Wappen wurde von dem Magdeburger Staatsarchivrat Otto Korn gestaltet.


Historisches

Schierke geht auf den Flurnamen Schirken zurück, der 1590 erstmals erwähnt wurde und sich vom Begriff schier für blankes, reines Holz ableitet. Aufzeichnungen aus dem späten 18. Jahrhundert überlieferten " lauter Klippen und Steine ", von ein paar " so theils elenden Hütten " mal abgesehen. Doch hundert Jahre später, am 20. Juni 1898, bekam Schierke von Wernigerode aus Anschluss an die Harzquerbahn. Am 27. März des Jahres 1899 wurde die Fortsetzung zum Brocken eröffnet. Von nun an nahm der Fremdenverkehr eine völlig neue Dimension an. Hotels wurden gegründet, der Wohlstand wuchs, der Ort blühte auf.

Sehenswürdigkeiten

Die natürlichen Schönheiten seiner Umgebung - Brocken, Wurmberg, Feuersteinklippen und Schnarcherklippen - sind bei Touristen die beste Empfehlung. Aber auch im Ort selbst gibt es Sehenswertes zu entdecken : die Schierker Bergkirche, die zwischen 1876 und 1881 errichtet wurde, das Rathaus, mit dem sich die Handwerker ein Denkmal setzten, und die Apotheke " Zum Roten Fingerhut ", in der Apotheker Dube den berühmten " Schierker Feuerstein " mixte, den er 1924 zum Patent anmeldete.

Sport und Wandern in und um Schierke

Die Umgebung von Schierke ist von vielen Wanderwegen durchzogen. Mehrere von ihnen führen zum Brocken. Man kann zwischen längeren oder kürzeren, aber steileren Wegen wählen. Der Wurmbergstieg führt hinauf zum Wurmberg.

Vom Bahnhof aus führt ein Weg direkt zur interessanten Feuersteinklippe. Für Wintersportler verfügt Schierke über ein umfangreiches Loipennetz und eine Natureisbahn.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Schierke für seine Skeleton-Bahn bekannt, auf der zweimal - 1914 und 1934 - Deutsche Meisterschaften ausgetragen wurden. 1950 fanden hier die ersten Wintersportmeisterschaften der DDR statt.

Interessante Weblinks:
http://www.schierke-am-brocken.de/
http://www.schierker-feuerstein.de/
http://schierke.djh-sachsen-anhalt.de/

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