Einnahmen aus Weihnachtskonzert wurden für Jugendcamp gespendet

Spendenübergabe - Einnahmen des Konzertes mit dem Landespolizeiorchester an das Gemeindejugendwerk
Die Einnahmen aus dem Konzert des Landespolizeiorchesters am 3. Dezember 2017 im Harzer Kultur- und Kongresszentrum wurden am 30. Januar 2018 als Spende an das Gemeindejugendwerk NOS für Kinder inhaftierter Eltern überreicht. In der Weihnachtszeit spielte das Landespolizeiorchester Sachsen-Anhalt unter der musikalischen Leitung von Polizeihauptkommissar Uwe Streit und der Gesangssolistin Agnes Bryja ein Weihnachtskonzert vor vielen begeisterten Besucherinnen und Besuchern.

Die Einnahmen, die das Amt für Schule, Kultur und Sport der Stadt Wernigerode als Veranstalter aus diesem weihnachtlichen Konzert eingenommen hat, wurden nun dem Gemeindejugendwerk Niedersachsen | Ostwestfalen | Sachsen-Anhalt (kurz GJW NOS) gespendet. Andreas Heinrich, der sich im Rahmen des Gemeindejugendwerkes für Indiandercamps für Kinder von Inhaftierten einsetzt, nahm die Spende dankend aus den Händen von Christian Fischer, Dezernent für Gemeinwesen, entgegen. Polizeidirektor Marco Zeuner vom Polizeirevier Harz und Revierleiterin Anja Hempel sowie Björn Rosenberg vom HKK Hotel freuten sich über die gute Resonanz bei allen Beteiligten und über die Höhe der gespendeten Summe in Höhe von 1.117,21 Euro.

Christian Fischer dankte allen Beteiligten für die Spendensumme, die bei diesem Konzert zusammenkam und freut sich, das Geld zur Unterstützung der Jugendarbeit beitragen zu können. Björn Rosenberg vom Harzer Kultur- und Kongresszentrum zeigte sich begeistert, mit dieser schönen Idee und einem kurzweiligen Sonntag Nachmittag einen Synergieeffekt zu erzielen und ein solches Projekt unterstützen zu können.

Hintergrund:


Im Jahr 2013 verbüßten durchschnittlich 1.868 Gefangene ihre Strafe in den Jugendvollzugsanstalten von Sachsen-Anhalt. Besonders problematisch ist, dass indirekt auch ihre Familienangehörigen mitbestraft werden. Kinder leiden meist sehr unter der Abwesenheit des Elternteils. An diese, in unserer Gesellschaft häufig vergessenen und benachteiligten Kindern und ihre Familien, richtet sich das Angebot der Indianerarbeit. Bereits im Jahr 1989 entstand in NRW die Idee, ein Indianercamp für Kinder von Strafgefangen anzubieten, welches sich ausschließlich durch Spenden finanziert. Im Jahr 2014 stießen wir als GJW-NOS, als ein weiterer Träger dazu.

Das Indianer-Camp ist als ein Zeltlager konzipiert, welches Kindern von Strafgefangenen, zwischen 7-13 Jahren die Möglichkeit gibt, kostenlos eine Woche Urlaub mit Spiel, Spaß, Abenteuer und Kreativität zu erleben. Dabei können die Kinder den Alltag hinter sich lassen und im Camp an verschiedenen Aktionen teilnehmen, wie z.B. Lagerolympiaden, Geländespielen, Bastelarbeiten und vieles mehr. Übernachtet wird im Tipi und beim Lagerfeuer kann biblischen Geschichten gelauscht oder zur Gitarre am Lagerfeuer gesungen werden.
Das Programm ist hierbei bewusst mit christlichen Inhalten konzipiert und gibt Kindern die Möglichkeit, biblische Inhalte spielerisch und ohne Zwang zu entdecken. Eine feste Tagesstruktur in den Camps und eine enge Betreuung gibt vielen Kindern Stabilität und Sicherheit, die sie sonst in ihren alltäglichen Leben möglicherweise vermissen. Bei all dem stehen für uns besonders die Interessen und Fähigkeiten der Kinder im Mittelpunkt und unser Ziel ist es, sie zu fördern und ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Durch einen hohen Mitarbeiterschlüssel gelingt es, viel Zeit mit dem einzelnen Kind zu verbringen. Unsere Mitarbeiter sind ausgebildete Gruppenleiter und gehören verschiedenen christlichen Kirchengemeinden an. Die Arbeit absolvieren unsere Mitarbeiter ehrenamtlich.

Die Indianerarbeit basiert auf Spenden und ist nur möglich, weil zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter eine Ferien- oder Urlaubswoche, sowie viele Vorbereitungswochenenden in das Projekt investieren. Neben den Camp-Mitarbeitern ist die Arbeit auch auf ehrenamtliche Hilfe z.B. beim Lagerauf- und -abbau angewiesen. All diese Menschen tragen dazu bei, den Indianerkindern und ihren Familien Hoffnung im oft schwierigen Alltag zu schenken.


Neben Andreas Heinrich, der sich im Rahmen des Gemeindejugendwerkes für Indiandercamps für Kinder von Inhaftierten einsetzt (Bildmitte), trafen sich Polizeidirektor Marco Zeuner vom Polizeirevier Harz, die Revierleiterin Anja Hempel, Björn Rosenberg vom HKK Hotel sowie Christian Fischer Dezernent Gemeinwesen zur Übergabe der Spendensumme.
(Foto: Stadtverwaltung Wernigerode (c) Petra Bothe)

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