Die Bunte Stadt am Harz

"Alle Städte den Harz hinauf, den Harz hinab, haben ihre Schätze und Kostbarkeiten; keine aber ist so reich und bunt wie Wernigerode. Alles ist da, was das Herz begehrt, lustiges Leben und träumerische Stille, städtische Eleganz und dörfliche Einfachheit, flutender Fremdenverkehr und feststehende Eigenart, neue Bauart und alte Architektur; sie ist die Stadt der bunten Gegensätze, die zu einer stimmungsvollen Einheitlichkeit verschmolzen sind." (Hermann Löns: Wernigerode. Die bunte Stadt am Harz.)

Mit diesen Worten beschrieb der norddeutsche Heimatdichter Hermann Löns im Jahr 1909 den charmanten Ort zu Füßen des nördlichsten deutschen Mittelgebirges. Geradezu buchstäblich scheint dieses Zitat den Lebensnerv der kleinstädtsichen Harz-Metropole auf den Punkt zu bringen.



Und dies in heutiger Zeit, 20 Jahre nach der Deutschen Wiedervereinigung mehr denn je. Mit jährlich rund zwei Millionen Tagesbesuchern, mit tausenden Urlaubern und Übernachtungsgästen gehört Wernigerode zu den touristisch bevorzugten Harzmetropolen. Dies sicherlich dadurch bedingt, weil die so geschichts- und denkmalreiche Stadt mitten in Deutschland schon aufgrund ihrer baulichen Sehenswürdigkeiten immer einen besonderen Stellenwert unter den anderen Städten des Harzkreises besaß.

Wernigerode ist jedoch nicht nur touristisch eine Metropole, sondern auch ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Insbesondere deshalb, weil sich hier der Wille zum Traditionserhalt und das fortgesetzte Bemühen um Erneuerung seit jeher glücklich verbinden. Und weil die Verantwortlichen zwischen Stadt- und Landkreisverwaltung, kommunalen und Kreistagsgremien, Ortschaftsräten und Landrat die Erneuerungen nicht nur zugelassen, sondern auch gesucht und ebenso ideenreich wie tatkräftig befördert haben - insbesondere nach 1989.

Mit den neu gewonnenen und willkommenen Freiheiten sind im Verlauf des fundamentalen Veränderunsgprozesses auf allen Gebieten des wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen und politischen Lebens ausgesprochen erfolgreiche Entwicklungen vollzogen worden.

Mit der Rückendeckung verschiedenster Fördermittel der EU, von Bund und Land; mit der Unterstützung von klein- und mittelständischen sowie Großunternehmen; mit dem Geschick seiner Verwaltungsverantwortlichen und nicht zuletzt mit dem guten Willen und dem Engagement seiner Bürger ist in Wernigerode in den letzten Jahren Beispielhaftes geschaffen worden.

Am Stadtrand entstanden Gewerbegebiete, in denen altangestammt Wernigeröder Betriebe ihr Unternehmen auf modernstem Standard fortführen sowie sich neue Unternehmen gerne ansiedeln. Mit der Anbindung an die moderne Infrastruktur, wie an die Bundesautobahn B6, erfolgte der Lückenschluss zu den Verkehrsknotenpunkten nach Mitteldeutschland und Niedersachsen.

Wernigerode präsentiert sich heute dem Einheimischen als auch dem Besucher als eine architektonisch abwechslungsreiche und kulturell umtriebige Stadt, die als Touristenmagnet, als starker Industrie- und Wirtschaftsstandort, als Bildungsstätte für mehr als 3.000 Studenten (Hochschule Harz) uns als Forschungsstandort (Robert-Koch-Institut) programmatisch auf Wachstum und Entfaltung setzt.

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