Wildschweine in Wernigerode

Wildschwein im Wildpark Christianental
In den vergangenen Wochen kam es überwiegend im Wohngebiet Hasserode zu Verwüstungen durch Wildschweine. Um der Zerstörung in Gärten und Grundstücken entgegenzuwirken, wird das bestehende Wildschwein-Problem momentan intensiv in der Stadtverwaltung bearbeitet. Die bisherige Schadenslage ist der ungewöhnlich hohen Wildschwein-Population 2017, der starken Eichel- und Bucheckernmast sowie dem vergangenen milden Winter zuzuschreiben.

Seitens der Stadtverwaltung werden alle rechtlich möglichen Maßnahmen ergriffen, um gegen die Wildschweine vorzugehen. Insbesondere erfolgt eine intensive Bejagung außerhalb des bebauten Gebietes. Bisher wurden im Jagdjahr 2017 seit April 35 Tiere geschossen. Allein in der letzten Woche sind fünf Tiere erlegt wurden. Auch die Mitarbeiter des Landesforstes und private Jagdbegehungsscheininhaber wurden einbezogen, um den Jagdradius auf die an den Stadtforst angrenzenden Gebiete auszuweiten.

Derzeit gestaltet es sich aufgrund der Jahreszeit und des starken Bewuchses sehr schwierig, die Tiere aufzuspüren und zu erlegen. Es kann zudem nicht immer zweifelsfrei ermittelt werden, woher die Tiere in die Wohngebiete kommen.

Seitens der Stadtverwaltung wird an alle Bewohner der betroffenen Bereiche appelliert, keine Garten- und Küchenabfälle, die die Tiere anziehen könnten, frei zugänglich zu lagern - auch nicht außerhalb der Grundstücke. Eine entsprechende Sicherung der Grundstücke mit stabilen Zäunen wird empfohlen.

Für Herbst 2017 sind mehrere Gesellschaftsjagden geplant, um den derzeit hohen Bestand weiter zu minimieren.

(Foto: Archivbild Wildschwein im Wildpark Christianental (c) Stadt Wernigerode, Pressestelle)

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