Dritte Malertafel zeigt Martin Donaths Aquarell "Dullenturm"

Rainer und Annemarie Gillmann, Martin Donath Jr. und Burkhard Rudo sichteten alte Zeitungsausschnitte zum Thema.
Am 20. April 2017 erfolgte die feierliche Übergabe einer neuen Malerblick-Tafel in Erinnerung an den Wernigeröder Maler und Grafiker Martin Donath. Die Tafel zeigt das Bild "Dullenturm".

Die Gedenktafel wurde in der Nähe des Standortes, den der Maler für das Bildmotiv genutzt hat, aufgestellt. 

Ein besonderer Dank gilt hierbei Rainer und Annemarie Gillmann, die die Tafel finanziert und der Stadt Wernigerode schenkten. "Ausgangspunkt für unsere Initiative zur Weiterführung des Künstlerpfades war der Zeitungsartikel "Malerischer Blick" vom Januar 2017, der meine Frau und mich inspirierte, an diesem Projekt mitzuwirken" erzählte Rainer Gillmann während der Enthüllung der Malerblicktafel. "Der Dullenturm ist für mich bis heute in intensiver Erinnerung geblieben. Das lag sowohl an seiner beeindruckenden Architektur und gewichtigen Position im Verkehrsfluss als auch in seiner vormaligen Funktion als Gewahrsam für betrunkenen Nachtschwärme - sogenannte Dullen." Trotz der Proteste der Bevölkerung erfolgte 1967 leider der Abriss des Turmes. Baudezernent Burkhard Rudo würdigte das Engagement aller Beteiligten. "Die Schautafel hält die Erinnerung an Martin Donath und sein künstlerisches Schaffen lebendig und ist eine tolle Bereicherung für die Stadt".

1972 übergab der Maler das Bild "Dullenturm" an die Stadt Wernigerode. Es war Teil einer Auftragsarbeit zum 10. Rathausfest. Ob das Bild vor dem Abriss entstand oder dank Vorlagen und Skizzen angefertigt worden war, konnte während des Pressetermins leider nicht geklärt werden.

Der heute über 90-jährige ist Kunst- und Kulturpreisträger im Harz. Sein Sohn Martin Donath Jr. initiierte im vergangen Jahr, dass in der Stadt Wernigerode zur Erinnerung an das künstlerische Schaffen seines Vaters zwei Schautafel mit Werken von ihm aufstellt wurden. "Die Gedenktafeln sollen Künstler, die für die Stadt Wernigerode tätig waren, dazu aufrufen, ihre Werke zu präsentieren." Auf diese Weise könnte in den nächsten Jahren ein Wernigeröder Künstlerstieg oder -pfad entstehen" erklärte er sein Anliegen. 

Dass die Bemühungen Früchte tragen, zeigt die Initiative des Ehepaar Gillmann. "Die Bedeutung von "Malerblicken" ist mir erstmalig im Jahre 1975 während meiner Tätigkeit im Getriebewerk Wernigerode deutlich geworden" führte Rainer Gillmann weiter fort. "Im Austausch zwischen Jugendbrigaden und Produktionsarbeitern des Betriebes zu Künstlern der Stadt Wernigerode fanden sogenannte Werkstattgespräche statt. Diese hatten die Aufgabe, voneinander zu lernen, Freude am Malen zu vermitteln und die Sichtweise von bildenden Künstlern der Stadt Wernigerode in den betrieblichen Alltag zu übertragen".

Bildunterschrift: von links: Rainer und Annemarie Gillmann, Martin Donath Jr. und Burkhard Rudo sichteten alte Zeitungsausschnitte zum Thema. Im Hintergrund sieht man die Malerblicktafel in der Marktstraße. © Winnie Zagrodnik

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