Neue Sonderausstellung im Harzmuseum zur "Invasion der Arten"

Mitarbeiterin Andrea Jäger mit Marderhund in der neuen Sonderausstellung
Am 6. März 2018 eröffnete das Harzmuseum eine neue Sonderausstellung. Unter dem Titel "Invasion der Arten - neue Tiere und Pflanzen in Deutschland" präsentiert das Haus am Klint eine Ausstellung, die sich mit in Deutschland ursprünglich nicht heimischen Tier- und Pflanzenarten beschäftigt. 

Im Beisein von Christian Fischer, Dezernent für Gemeinwesen, führte Kuratorin Ulrike Hofmüller währender der Eröffnung der Ausstellung in das Thema ein und stellte das Konzept der Ausstellung vor. Zahlreiche Tierpräparate aus dem Landesmuseum Hannover, dem Naturhistorischen Museum Magdeburg, dem Heineanum Halberstadt, dem Staatlichen naturhistorischen Museum Braunschweig, dem Naturkundemuseum Erfurt sowie dem Phyletischen Museum Jena werden in der Ausstellung gezeigt. Teil der Präsentation sind aber auch Pflanzen, deren Entwicklung während der Zeit der Ausstellung beobachtet werden kann.

Die neue Sonderausstellung ist für die Öffentlichkeit vom 7. März bis zum 13. Mai zu sehen, täglich außer sonntags von 10 - 17 Uhr. Damit endet die Ausstellung am Internationalen Museumstag, an dem die Ausstellung zusätzlich von 14 - 17 Uhr zu sehen sein wird.

Einige der Neozoen und Neophyten, wie der wissenschaftliche Name für neue Tier- und Pflanzenarten lautet, sind schon heute selbstverständlicher Bestandteil unserer Umwelt, wie etwa Waschbären oder Damhirsche. Andere werden noch deutlicher als "Exoten" wahrgenommen, wie beispielsweise Sittiche oder Nandus, die eigentlich aus fremden Kontinenten stammen, in diesen beiden Fällen aus Asien bzw. Südamerika. Andere Arten wiederum sind sogar für den Menschen unmittelbar schädlich oder gefährlich wie die sich immer weiter verbreitende Herkulesstaude, die bei Berührung schwere Verbrennungen auslösen kann.

Die neuen Tier- und Pflanzenarten sind somit für das Ökosystem manchmal nicht unproblematisch, verdrängen sie doch angestammte Arten, die zuvor ihren festen Platz in unserer Region bzw. im mitteleuropäischen Raum hatten. So verdrängt beispielsweise der Amerikanische Nerz den ursprünglich heimischen Europäischen Nerz.

Die Ausstellung möchte über diese Zusammenhänge aufklären und für die Risiken dieser teils vom Menschen gemachten Veränderungen sensibilisieren.


Bindunterschrift: Museumspädagogin Andrea Jäger beim Aufbau der aktuellen Sonderausstellung. © Olaf Ahrens

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