Vorstellung des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Wernigerode am 17.11.2014

Elektroauto vor dem Rathaus Wernigerode
Während sich ein Mancher darüber freut, dass in seinem Garten Kiwis und Feigen gedeihen, ist ein Anderer entsetzt ob der scheinbar zunehmenden Starkregenereignissen. 

Alles Folgen des Klimawandels? Die Auswirkungen sind lokal so unterschiedlich, dass sich nach wie vor trefflich gestritten werden kann. Eines ist jedoch sicher: wenn global die Reduzierung des CO²-Austausches nicht verstärkt wird, kommen drastische Veränderungen auf die Menschheit zu. Und es wird teurer. Gerade warnte der Weltklimarat davor, dass die Kosten für Maßnahmen um ein Vielfaches steigen werden, je mehr Zeit verstreicht.

Die Stadt Wernigerode leistet bereits seit vielen Jahren ihren Beitrag und ist 1995 dem Klima-Bündnis beigetreten. Seitdem hat sie vor allem durch den Wechsel von Energieträgern (z.B. von Kohle- zu Gasheizung), aber auch durch die Umstellung auf effizientere Technologie oder Gebäudesanierung ihren CO²-Ausstoß immer weiter gesenkt. In den vergangenen Monaten wurde gemeinsam mit Bürgern und lokalen Akteuren ein integriertes Klimaschutzkonzept erarbeitet, das am 17. November der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Der öffentliche Startschuss des Projektes erfolgte im Oktober 2013. 

Seitdem wurden Verbräuche analysiert und verschiedene Maßnahmen entwickelt. Auf insgesamt fünf Workshops suchte die Stadt Wernigerode den Austausch mit Einwohnern sowie lokalen Akteuren, um zu diskutieren, welche Klimaschutzmaßnahmen sich für das Stadtgebiet am besten eignen. Hierbei wurde ein Bogen über wesentliche Handlungsfelder, z.B. "Erneuerbare Energien", "Energiesparen im Haushalt" oder "Tourismus und Klimaschutz" gespannt. "Das Konzept enthält einen Pool toller Ideen. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie der Politik wollen wir nun die Umsetzung in Angriff nehmen", sagt Oberbürgermeister Peter Gaffert. "Das Klimaschutzkonzept ist ein bedeutender Baustein in der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Wernigerode, die wir derzeit entwickeln."

Ein wichtiger Partner sind die Stadtwerke Wernigerode, die intensiv an der Erarbeitung des Konzepts mitgewirkt haben. "Wir begrüßen das Klimaschutzkonzept außerordentlich und garantieren der Stadt Wernigerode als Initiator jede mögliche Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Vorhaben zu", so Steffen Meinecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Wernigerode. 

"Effiziente Energielösungen, wie zum Beispiel der Ausbau der Fernwärmeversorgung, die umweltschonende Produktion von Strom und die Förderung der Erdgasmobilität sind seit Jahren wesentliche Aktionsfelder der Stadtwerke. In gewisser Weise ist das Klimaschutzkonzept für uns Bestätigung unseres bisherigen Handelns", erläutert der Geschäftsführer. "Wir freuen uns, unsere Erfahrungen bei der Umsetzung des erstellten Maßnahmenpaketes mit einbringen zu können. Über das Klimaschutzkonzept besteht aus unserer Sicht die Chance, wichtige Voraussetzungen zu schaffen, um in vielerlei Hinsicht gute Ideen umzusetzen."

Die Maßnahmen dienen nicht nur dem Umweltschutz, sondern auch der eigenen Geldbörse. Darüber hinaus motivieren und unterstützen sie die lokale Wirtschaft und spielen eine Rolle im Wettbewerb der Regionen um Unternehmen und Fachkräfte.

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