Eine Auszeichnung der besonderen Art überbrachten Bezirksbrandmeister Lothar Lindecke und die Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Harz, Ulrike Günther, den Benzingeröder Kameraden anlässlich ihrer Jahreshauptversammlung.
Gewürdigt mit dem Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für eine 70- jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr, wurde der Kamerad Ernst Wermuth. „Es ist schon toll, einen Kameraden in einer Feuerwehr zu haben der 3 verschiedene Regierungsarten miterlebt hat. Und egal welche Regierung gerade an der Macht war, wenn die Sirene im Dorf ging war er für seinen Ort und seine Kameraden da“, so Ulrike Günther.
Aber auch die 28 aktiven Kameraden der Benzingeröder Wehr, waren im vergangen Jahr nicht ganz untätig, so Wehrleiter Lutz Erxleben während seines Rechenschaftsberichtes für das Jahr 2010.
So wurden die Bezingeröder, zu insgesamt 52 Einsätzen im Berichtszeitraum alarmiert, welche sich in 10 Brandeinsätze, 10 Technische Hilfeleistungen und 32 Fehlalarmen gliederten.
Besonders hervorzuheben sind dabei der Absturz eines Kleinflugzeuges im April, der Großbrand am Wernigeröder „Harz Hostel“, der Brand auf dem Gelände der Abfallwirtschaft in Reddeber und der Brand eines Carports in Minsleben im Juni.
Zudem absolvierten die Kameraden zahlreiche weitere Veranstaltungen. Welche sich in 11 Arbeitseinsätze, 23 Dienstabende und 9 Vereinsunterstützungen gliederten. Der Ausbildungsschwerpunkt lag hierbei bei dem Umgang mit dem Mehrzweckfahrzeug der Wernigeröder Wehr, da im Ernstfall seid 2010 die Benzingeröder dieses Fahrzeug besetzen und es als Schlauchwagen bzw. als Nachschubfahrzeug bei größeren Einsätzen im Stadtgebiet vor Ort bringen und bedienen.
„Zusammengerechnet sind das 130 Tage ehrenamtliche Tätigkeit zum Schutz und Wohle unserer Einwohner, für diese Einsatzbereitschaft möchte ich mich bei allen Kameraden recht herzlich bedanken,“ so Erxleben weiter.
Die 14 Kinder, darunter 1 Mädchen der Jugendfeuerwehr, absolvierten im vergangen Jahr, 24 Ausbildungsdienste im 14- Tägigen Rhythmus immer sonnabends, so Jugendwart Heiko Geisler in seinem Bericht über die Jugendfeuerwehr. „Besonders geübt wurde der Umgang mit dem Löschfahrzeug, Knotenkunde und der Löschangriff. Weiterhin gab es eine Erste Hilfe Ausbildung mit anschließendem Besuch der Rettungsdienstwache in Wernigerode, sowie 2 Zeltlager, 2 Übungen und 4 Arbeitseinsätze im Dorf, “ so Geisler weiter.
Besonders bedankte sich der Wehrleiter und der Jugendwart an diesem Abend, bei den 69 fördernden Mitgliedern im Ort, mit deren Hilfe konnte ein Laptop sowie ein Beamer für alle Kameraden und neue T- Shirts und Basecaps für die Jüngsten beschafft werden.
Auch Ordnungsamtsdezernent Volker Friedrich würdigte die Wehr. „Trotz der zahlreichen Einsätze kam die Ausbildung nie zu kurz und die Jugendwehr startete in den letzten 2 Jahren von 0 auf 100 durch.“ Dieser Meinung schloss sich auch Bezirksbrandmeister Lothar Lindecke an, die Jugend wird auch in 20 Jahren noch unsere Zukunft sein und somit bin ich stolz auf solche Zahlen wie hier, diese hat man heute nicht in jeder Wehr mehr, so Lindecke.
Auszeichnungen und Beförderungen:Aufgenommen in die aktive Wehr: Stephan Lehmann
30- jährige Mitgliedschaft: Henry Kleemann und Lutz Erxleben
50- jährige Mitgliedschaft: Henner Reger und Joachim Försterling
60- jährige Mitgliedschaft: Günter Kamler
70- jährige Mitgliedschaft: Ernst Wermuth
Bildunterschrift:von hinten links. Ordnungsamtsdezernent Volker Friedrich, Ortsbürgermeister Siegfried K. Müller, Sachgebietsleiter Brandschutz Matthias Treuthardt, Ortswehrleiter Lutz Erxleben, Ordnungsamtsleiter Gerald Fröhlich, stellv. Wehrleiter Pierre Schlanzke, Stadtwehrleiter Frank Häusler, Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Harz Ulrike Günther, Bezirksbrandmeister Lothar Lindecke, Henry Kleemann, Günter Kamler
von vorn links: Stephan Lehmann, Henner Reger, Ernst Wermuth, Joachim Försterling, Stadtratspräsident Uwe- Friedrich Albrecht
(Text und Bild: Marco Söchting (msö) – Feuerwehrkurier )