Donnerstag, 09.09.2010,  03:10

Stadtportrait

Rathaus Wernigerode
Bildunterschrift: Rathaus Wernigerode



Die "Bunte Stadt am Harz" liegt am Nordrand des Harzes. Wernigerode ist eine Stadt mit besonderen Reizen: In einzigartiger Faszination und Vielfalt wetteifern prachtvolle Fachwerkhäuser um die Gunst der Besucher, das Älteste von ihnen schon seit 1400.


Wissenswertes aus der Stadtgeschichte

Statistische Basisdaten

Bürgermeister der Stadt Wernigerode

Eingemeindungen

Touristische Attraktionen

Kultur- & Freizeiteinrichtungen

Museen

Galerien

Bibliotheken

Regelmäßige Veranstaltungen

Eine moderne Stadt mit viel Geschichte

Wernigerode Rathaus

Die Gründung des Ortes Wernigerode fällt in die Zeit der Rodungsperiode, die im Harz vom 9. bis 12. Jahrhundert dauerte. Bodenfunde lassen darauf schließen, dass die Kernrodung auf dem Klint am Ende des 9. Jahrhunderts erfolgte. Begünstigt durch die Lage in der Nähe zweier Handelsstraßen über das Harzgebirge, bot die ursprünglich dörfliche Siedlung gute Voraussetzungen für die Ansiedlung von Handwerkern und Kaufleuten. Rasch dehnte sich der Ort aus und entwickelte sich zum Marktflecken. Als zu Beginn des 12. Jahrhunderts die Grafen von Heimar Landbesitz im Harz erwarben, ihre Burg oberhalb der Siedlung bauten und sich nach ihr benannten, förderte dies ebenfalls die Entwicklung des Ortes. Erstmalig erwähnt wird Wernigerode in einer Urkunde von 1121 mit der Nennung des "Comes de Wernigerothe" eines Grafen von Wernigerode.

Am 17. April 1229 verleihen Conrad, Berthold, Gebhard und Burchard "von Gottes Gnaden Grafen von Wernigerode" den Bewohnern des Ortes das Stadtrecht. Handwerk und Handel blühten im Schutze der Stadtmauern, die den Ort damals schon umgaben. Schon kurze Zeit nach der Verleihung des Stadtrechtes entstand die Wernigeröder Neustadt, die bis zur eigenen Stadtrechtsverleihung im Jahre 1410 unter das allgemeine Landrecht fiel. 1529 werden Altstadt und Neustadt vereinigt. Wernigerode erhält eine eigene Ratsverfassung. Das 1529 bis 1544 aus dem ehemaligen Spielhaus umgebaute Rathaus zeugt noch heute vom Selbstbewusstsein des Bürgertums. Wernigerodes Entwicklung in den letzten Jahrhunderten verlief dynamisch.

Ein grundlegender Einschnitt in der Entwicklung des Ortes war das 19. Jahrhundert, in dem mit dem aufkommenden Tourismus Bedeutung und Größe der Stadt zunahmen. Unter Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode, dem Vizekanzler Bismarcks erreichte Wernigerode seinen Glanzpunkt in der historischen Bedeutung. So wurden auf Schloss Wernigerode® entscheidende Passagen der ersten Sozialgesetzgebung Deutschlands entwickelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem Wernigerode großteils von Kriegsschäden verschont wurde entwickelte sich eine prosperierende Wirtschaft, die auch über die Zeiten der Wende am Ende des 20. Jahrhunderts, anders als in vielen Gegenden der neuen Bundesländern gerettet werden konnte.

Heute ist Wernigerode eine moderne Stadt mit viel Geschichte.



Stadtwappen WernigerodeStatistische Basisdaten:

Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Harz
Höhe: 240 m ü. NN
Fläche: 125,17 km²
Einwohner: 33.871 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 271 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38855
Vorwahl: 03943
Kfz-Kennzeichen: HZ
Gemeindeschlüssel: 15 0 85 370
LOCODE: DE WGE
NUTS: DEE09

Stadtgliederung: Stadt und 4 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung Wernigerode:
Marktplatz 1
38855 Wernigerode
Oberbürgermeister: Peter Gaffert


Webpräsenz:
www.wernigerode.de
www.wernigerode.eu
www.benzingerode.de
www.minsleben.de
www.silstedt.de
www.weihnachtsmarkt-wernigerode.de

Wissenswertes aus der Stadtgeschichte:


Siegel Stadt WernigerodeÜber die genaue Entstehung des Ortes gibt es keine schriftlichen Quellen. Nach neuesten Forschungen bestehen keine - wie durch Eduard Jacobs und Walther Grosse bislang angenommen - ursprünglichen Beziehungen zum Kloster Corvey (Weser) und dem dortigen Abt Warin, sondern der Ortsname weist vielmehr auf eine geschützte Rodungssiedlung hin.
Erstes Siedlungsgebiet war der Klint, wo sich eine Niederungsburg befand, die sogenannte Schnakenburg. 1805 wurden die Reste dieser Burganlage abgebrochen, als Teil davon ist nur noch das Haus Gadenstedt (Oberpfarrkirchhof 12) aus dem Jahre 1582 erhalten. Zu Zeiten der ersten Siedlung befand sich auf der Anhöhe des Klints noch der harztypische Urwald, der erst gerodet werden musste, daher auch der Namensteil "-rode".

Alte StadtansichtDer Ort wurde 1121 erstmals urkundlich in Zusammenhang mit dem hier ansässig gewordenen Grafen Adalbert zu Haimar aus dem Gebiet nahe Hildesheim erwähnt.
Am 17. April 1229 wurde der Siedlung das Stadtrecht nach dem Vorbild von Goslar verliehen. Im Jahre 2004 feierte Wernigerode das Jubiläum der Verleihung des Stadtrechts vor 775 Jahren.

Urkunde Stadtrecht WernigerodeDurch Zuzug neuer Bewohner aus den umliegenden Dörfern bildete sich im 13. Jahrhundert am nordöstlichen Rand der alten Stadt eine neue Siedlung - die spätere Neustadt, eine Ackerbürgerstadt, die mit einer Umfassungsmauer umgeben war. Die Johanniskirche wird als Pfarrkirche im letzten Drittel des 13. Jahrhunderts im romanischen Stil gebaut.


Vom Spätmittelalter zur Neuzeit: Nach dem Aussterben der Grafen von Wernigerode in männlicher Linie 1429 wurde Wernigerode Sitz der Grafen zu Stolberg, die über Jahrhunderte hier die Oberherrschaft ausübten. Im Bauernkrieg 1525 wurden mehrere umliegende Klöster geplündert und teilweise zerstört, so insbesondere das Kloster Himmelpforten im heutigen Stadtteil Hasserode. Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg und Zerstörungen durch Brände brachten großes Leid über die hier ansässige Bevölkerung.

1714 musste Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode in einem Rezess die Oberhoheit Brandenburg-Preußens über die Grafschaft Wernigerode anerkennen.

OB und HilleborchVon 1807 bis 1813 war Wernigerode in den Stadtkanton Wernigerode des Königreich Westphalen integriert, bevor die Stadt dem neugebildeten preußischen Landkreis Osterwieck der preußischen Provinz Sachsen zugeordnet wurde. Erst nach Einspruch des Grafen Henrich zu Stolberg-Wernigerode wurde Wernigerode 1825 wieder Sitz eines eigenen Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Magdeburg.

Brunnen Marktplatz Wernigerode

 



Am 29. März 1847 fiel ein Teil der Stadt, vor allem das Heideviertel, einem großen Brand zum Opfer.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte in Wernigerode neben dem Tourismus die industrielle Entwicklung (u. a. Maschinen- und Werkzeugbau, Elektromotoren, Pharmazeutische Produkte, Schokolade, Schreibwaren, Baustoffe) ein, die zu einem wesentlichen Aufschwung der Stadt als Tourismuszentrum und Wirtschaftsstandort führten.

Bürgermeister der Stadt Wernigerode:

Dr. Ludwig Gepel, vom 7. Januar 1921 bis 6. Januar 1933
Ulrich von Fresenius (1. September 1888; † 12. November 1962), vom 10. Januar 1933 bis 20. April 1945
Max Otto (1889-1969), SPD/SED, vom 20. April 1945 bis 1951
Martin Kilian, SED, von 1962 bis 1990
Horst-Dieter Weyrauch, CDU, von 1991 bis 1994
Ludwig Hoffmann, SPD, von 1994-2008
Peter Gaffert, (parteilos ), seit August 2008

Übersicht über alle Bürgermeister der Stadt Wernigerode (Quelle: Stadtarchiv, H.-P. Mahrenholz): weitere Informationen >>>>>

Eingemeindungen:

1907 Hasserode
1929 Nöschenrode
1993 Benzingerode
1993 Minsleben
1993 Silstedt
2009 Schierke

Touristische Attraktionen

Schloss WernigerodeWernigerode hat sehr viele touristische Attraktionen. Der Stadtkern besteht zum großen Teil aus niedersächsischen Fachwerkhäusern. Das neugotische Wernigeröder Schloss thront markant über der Stadt und ist schon aus der Ferne gut zu erkennen. Auch die Umgebung von Wernigerode ist äußerst reizvoll. Hier startet die Harzer Schmalspurbahn, die über Schierke zum Brocken sowie quer über den Harz nach Nordhausen in Thüringen fährt.




Von April bis Oktober 2006 fand in Wernigerode die 2. Landesgartenschau Sachsen-Anhalts statt. Heute befindet sich auf dem Gelände der Gartenschau der Wernigeröder Bürgerpark. Im Bürgerpark wurde am 1. Mai 2009 der "Kleine Harz" eröffnet, ein Miniaturenpark der sehenswertesten Gebäude, Kirchen und Bauwerke der Harzregion im Maßstab 1:25.


Kultur- & Freizeiteinrichtungen

Das "KiK" (steht für: "Kultur im Kongresszentrum"), ist ein Komplex mit mehreren Säalen und Konferenzräumen sowie angegliedertem Hotel für die verschiedensten Veranstaltungen. Ein umfangreiches Veranstalungsprogramm bietet hier für Besucher und Gäste der Stadt ein reiches Programm aus Kunst, Musik und Unterhaltung für alle Generationen.

Der Planetenweg veranschaulicht unser Planetensystem auf eine leicht verständliche Weise: die Abstände zur Sonne sind im Maßstab 1:1 Milliarde dargestellt. Der Rundgang endet am Harzplanetarium, das perfekte Ziel für alle Astronomieinteressierten. Die Remise des Kunst- und Kulturvereins ist ein Tipp für anspruchsvolle Konzerte im kleinen Rahmen, Lesungen und andere Arten von Aufführungen.
Wildpark Christianental
Der Wildpark Christianental: Am Rande von Wernigerode (Nöschenrode) unterhalb des Schlosses. Ein idealer Ort zur Erholung und vor allem für Kinder sehenswert. Seit 2005 gibt es den "Hasseröder Ferienpark", ein kommerzielles Ausflugs- und Urlaubsziel mit Spaßbad und weiteren Freizeitangeboten.

Museen

Schloss Wernigerode® ,
Zentrum für Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jh.
Harzmuseum
Krellsche Schmiede Harzmusem Wernigerode
Kleinstes Haus
Feuerwehrmuseum
Mahn- und Gedenkstätte
Museum für Luftfahrt und Technik
Museumshof Ernst Koch, OT Silstedt
Schulmuseum, OT Benzingerode
Gutsmühle, OT Minsleben
Naturkundlich-geologischer Lehrpfad zum Bergwerk Aufgeklärtes Glück, OT Hasserode

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Galerien

Galerie im Ersten Stock
Galerie im Antiquariat B
Galerie im "Zentrum Harzkultur"

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Bibliotheken

StadtbibliothekKinderbibliothek
Harzbücherei
Bibliothek der Hochschule Harz

weitere Informationen ...

Regelmäßige Veranstaltungen

30. April: Walpurgisfeiern
Mitte Juni:
Rathausfest u. a. mit Tanzturnier um die Rathauspokale & Mitternachtsball
Am Freitag der Rathausfestwoche: Young Part (Musikveranstalltung, hauptsächlich für Jugendliche)
Jährlich im Sommer: Johannisfest der Johannisgemeinde
Wernigeröder Schlossfestspiele
Neustädter Weintage
Stadtfeldfest
Alle zwei Jahre im Sommer: Hasseröder Brauereifest
Im Somer: Internationales Johannes Brahms Chorfestival & Wettbewerb MUSICA MUNDI
(das nächste findet im Juli 2011 statt)
2. Wochenende im Oktober: Harz-Gebirgslauf (national)
Himmelfahrtwochenende: Treffen der Jagdstudenten des WJSC
Anfang November: Hasseröder Hubertusfest

(Änderungen vorbehalten, Aktuelle Termine im Veranstaltungskalender)



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Kontakt

Kontakt

Stadt Wernigerode
Marktplatz 1
38855 Wernigerode

Fon: 03943. 654. 0
Fax: 03943. 654. 199

E-Mail: info[at]stadt-wernigerode.de

Internet:
www.wernigerode.de
www.wernigerode.eu

Öffnungszeiten

Mo: 09:00 - 12:00 Uhr
Die: 09:00 - 12:00 Uhr
Do: 09:00 - 12:00 Uhr

14:00 - 18:00 Uhr
Fr: 09:00 - 12:00 Uhr










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